Mozilla hat die Version 1.0 von „Popcorn“ veröffentlicht. Dieses HTML5 Media Toolkit erlaubt es, mit wenigen JavaScript-Zeilen Webvideos mit Inhalten anderer Websites zu verknüpfen. Wird in einem Clip beispielsweise ein Ort erwähnt, lässt sich parallel eine passende Karte von Google Maps, der dazugehörige Wikipedia-Eintrag oder aktuelle Twitter-Beiträge zu dem Ort einblenden. Nach Angaben von Mozilla kommt Popcorn mit Dutzenden fertiger Plug-ins für die bekanntesten Dienste und APIs; Entwickler haben zudem die Möglichkeit, eigene Plug-ins zu entwickeln.

Ein Promovideo auf der offiziellen Website gibt weitere Beispiele für mögliche Anwendungen und zeigt, wie sich externe Dienste mit wenigen Zeilen Code einfügen lassen. Popcorn könne man sich damit etwa als „jQuery für Video“ vorstellen, so die Macher. Das komplette, 311 KByte große Popcorn-Paket steht zum kostenlosen Download auf der Website bereit.

Für Anwender, die keinen Code schreiben möchten, hat Mozilla die Web-App „Popcorn Maker“ entwickelt, mit der sie die gewünschten Inhalte zusammenklicken können. Diese befindet sich allerdings noch im Alpha-Stadium. Mozilla stellt mit Butter.js zudem eine Bibliothek (inklusive Editor-API) zur Verfügung, mit der sich eigene Authoring-Systeme erschaffen lassen.

Die Veröffentlichung von Popcorn 1.0 fällt zusammen mit der Premiere der Dokumentation „One Millionth Tower“, die das HTML5-Toolkit nutzte. Den Film kann man auf der Website von Wired.com kostenfrei anschauen. Auf der Popcorn-Website gibt wiederum ein Video Auskunft über die Entstehungsgeschichte der interaktiven Dokumentation. (nij)

Quelle: heise.de

« »